Austausch zum digitalen Werkzeug LearningApps

Werkzeuge LearningApps Tools
Das Tool LearningApps bietet mit all seinen Möglichkeiten der individuellen Gestaltung viele Chancen im Unterricht eingesetzt zu werden.

Was sind eure Erfahrungen mit LearningApps?
Welche Stärken von LearningApps siehst du für deinen Unterricht?
Wie kam die Anwendung bei deinen Schüler*innen an?
Wo bist du auf Probleme gestoßen oder kamst selbst nicht weiter? 
Welche LearningApps setzt du im Unterricht ein?


Ich freue mich auf den Austausch! 
AW
Tatsächlich war ich auch zuerst skeptisch, weil mir die learningapps-Seite optisch etwas „alt“ vorkommt. Meine Schüler:innen haben mich dann vom Gegenteil überzeugt. Egal ob Jahrgang 5, 6, 7 oder 9 - alle mögen diese kleinen Aufgaben. Vor allem die Vielfalt kommt sehr gut an und ich bin immer wieder erstaunt, wie gewissenhaft sie an verschiedensten Aufgaben arbeiten. Selbst wenn ein Buchstabensalat mal etwas zu umfangreich wurde, wird bis zum Schluss gesucht, bis alle Wörter gefunden sind. 
Großartig finde ich dabei, dass es schon so viel gibt. Gerade wenn nicht viel Zeit zur Vorbereitung ist, reicht es oft, ein wenig zu stöbern, um eine Handvoll Apps zum Thema zu finden, die ich dann hier und da noch auf meine Lerngruppen anpasse. Das geht aber so intuitiv und einfach, dass es einfach eine Freude ist. 
Mein heutiger erster Versuch einer QR-Code-Rallye, mit verschiedenen Learningapps (unter anderem) und nem Schatz mit Zahlenschloss war ein großartiger Kursabschluss.
LB
Ich sehe einen großen Pluspunkt von LA darin, die Apps in anderen Portalen teilen bzw. den Link so versenden zu können, dass die SuS nicht auf der ursprünglichen Seite arbeiten müssen. Gerade für das Distanzlernen und für SuS, die durch die doch recht "volle" Website etwas überfordert wären, finde ich diese Option sehr praktisch.
HS
Sorry, aber die Sache erscheint mir überwiegend eine digitale Spielerei, die mit nachhaltigem Lernen oder der Vermittlung von Bildung wenig zu tun hat. Es ist für eine Lehrkraft mit voller Stundenzahl schon zeitlich kaum realistisch, die Apps für die eigene Lerngruppe anzupassen. Eine mehrfache Verwendung scheint mir auch fraglich, weil sich Unterricht weiterentwickelt und auch jede Lerngruppe und deren Lernweg unterschiedlich ist. Da kann man nicht jedes Jahr mit der "alten" App daherkommen.
Das sehe ich anders. Klar, ein Tool wie LA eigent sich eher nicht zur Einführung von Lerninhalten. Aber zum Üben und Festigen von bereits Behandeltem bietet es einen willkommenen weiteren Zugang. Das Anpassen einer Übung an die eigenen Bedürfnisse dauert mit etwas Übung auch nicht länger als ein Arbeitslatt zu erstellen oder in anderen Lehrmitteln nach Passendem zu suchen. Und die Apps entwickeln sich parallel mit meinem Unterricht weiter (ganz im Gegenteil zu den Lehrmitteln übrigens). Darüber hinaus mag sich Unterricht weiter entwickeln, der Blutkreislauf des Herzens oder die Beugung der Verben wird sich in den kommenden 3 Jahren aber nicht drastisch verändern, denke ich.
SP
Man muss nicht unbedingt selbst erstellen. Ich habe letzte Woche z.B. eine Kollektion zur Verfügung gestellt und die SuS mussten dann im Anschluss an eine andere Aufgabe (Erstellung eines Erklärvideos) ein Quiz für ihre Mitschüler*innen erstellen, welches diese dann lösen und einschätzen. 
AH
Ich benutze Learning-Apps im Unterricht zur Vertiefung eines Unterrichtsinhalts aber auch zur Auflockerung nach einer intensiven Lernphase (Belohnung, z. B. Wort erraten)) oder als Spaß zum Beispiel vor den Ferien. Ich habe auch schon einmal Stationen dazu erstellt, da habe ich eine Kollektion gemacht und die Stationen nacheinander freigeschaltet. Das hat den SuS Spaß gemacht. Manchmal benötigten sie schon Hilfe, bei der Lösung der Aufgaben. Meine nächste Herausforderung wäre es, die SuS selbst eine App erstellen zu lassen. Ich arbeite in einer Grundschule. Ob die SuS dazu die Geduld aufbringen können?

Ich habe das in Grundschulklassen schon gemacht, und es hat gut funktioniert. Denkbar wäre, dass die SuS nur einzelne MC-Fragen generieren, die dann durch die LP zu einer App zuammengefügt werden (bei kleineren Kindern zum Beispiel). Bei grösseren Kindern lohnt es sich, wenn man das Konzept auf Papier erstellt und erst an den Bildschirm geht, wenn die Aufgaben bereits vorliegen.
Die Kids sind einfach megastolz, wenn sie am Schluss etwas Eigenes haben, und den Link dann den Eltern schicken können (oder als QR-Code nach Hause nehmen)!
AK
Das hätte ich in der Lockdown-Zeit gebraucht! Das Erstellen von Lernanwendungen macht viel Spaß, und ich bin begeistert von der Vielseitigkeit der Möglichkeiten. Endlich wieder Aufgaben jenseits des Arbeitsblattes. Ich werde Learning App vor allem zur Auflockerung des Klassenunterrichtes nutzen, bzw. als Tool, beeinträchtigte SuS besser einbeziehen zu können.
AL
Ich nutze Learningapps immer mal wieder, auch zur Differenzierung. Der Vorteil ist, dass man auch Bilder integrieren kann, nachteilig ist, dass manche leistungsschwächere Schüler/innen einfach wahllos klicken und sich die Lösungen anzeigen lassen können, ohne auch nur die Aufgabe zu lesen. Ich habe einige Kollektionen zu verschiedenen Themen oder Lehrbuchkapiteln erstellt, die lassen sich dann einfach via AirDrop teilen. 
KG
Frage in die Runde:
Kann man bei der fobizz Quiz App die Antworten löschen, um für die nächste Gruppe wieder ein leeres Quiz zu haben? Wenn ja, wie?
C
Ich habe die Übungen meines Lateinbuchs in die learningapp gepackt, so dass die Kinder die Übungen oft wiederholen konnten und man nicht so viel Zeit mit der Überprüfung verbringt.Natürlich muss man bei Nachfragen noch Erklärungen geben. Aber meine Erfahrung zeigt, dass die Kinder, die viel geübt haben, auch besser die Vokabeln und die Grammatik verstanden haben. (Ich packe die Übungen und Vokabeln in eine Einheit, da kann ich dann den Bearbeitungsstand der Kinder sehen). Leider darf man das aus copyright-Gründen nicht veröffentlichen, die Apps sind also nur für mich, schade, ich hätte sie gerne geteilt.
SW
Ich habe die learningapp im Erwachsenenbereich eingesetzt. Das etwas altbackene Erscheinungsbild erwies sich dabei sogar als Vorteil, weil viele meine Schülerinnen mit modernen digitalen Lerntools überfordert sind. Auch die eher geringe Vielfalt kam gut an. Wenige Apps, die in immer ähnlicher Form eingesetzt wurden, erbrachten den höchsten Lerngewinn.
Die Fortbildung war super, gerade weil sie so Kleinschreibung angelegt war.
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